FAQ

Hier haben wir die relevanten Informationen zum Thema „Entgeltgleichheit fördern“ für Sie zusammengestellt. Die Liste wird regelmäßig erweitert.

Grundbegriffe

Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männern können statistisch ermittelt werden. Der bereinigte Gender Pay Gap gibt an, wie groß die Entgeltdifferenz zwischen Frauen und Männern wäre, wenn ansonsten die wesentlichen Voraussetzungen für ihren Verdienst gleich wären.  

Dazu zählen zum Beispiel Qualifikation, Tätigkeit, Beruf oder auch Beschäftigungsumfang. Bezogen auf das Geschlecht beträgt die bereinigte Entgeltlücke in Deutschland sechs Prozent. Die Statistik kann für diese sechs Prozent keine Erklärung finden und spricht daher auch von dem unerklärten Teil des Gender Pay Gaps.

Das Entgeltgleichheitsgebot beruht auf einem – an und für sich – einfachem Prinzip: Es besagt, dass Beschäftigte unabhängig von ihrem Geschlecht für die gleiche Arbeit oder eine gleichwertige Arbeit gleich entlohnt werden müssen. Ist dies der Fall kann von Entgeltgleichheit gesprochen werden.

Das Entgelttransparenzgesetz ist im Juli 2017 in Kraft getreten. Das Gesetz zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen, kurz Entgelttransparenzgesetz, soll vor allem Frauen dabei unterstützen, ihren Anspruch auf gleiches Entgelt bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit künftig besser durchzusetzen. Dafür sieht es folgende Bausteine vor: Einen individuellen Auskunftsanspruch für Beschäftige, die Aufforderung von Arbeitgebern zur Durchführung betrieblicher Prüfverfahren sowie eine Berichtspflicht zu Gleichstellung und Entgeltgleichheit.

Entgeltungleichheiten in Unternehmen und Betrieben sind häufig nicht bekannt und auch nicht bewusst. Fehlende Transparenz erhöht das Risiko ungewollter Entgeltunterschiede und damit potenzieller Entgeltdiskriminierung. Genau hier setzt Entgelttransparenz an und fördert durch die Schaffung von transparenten Entgeltstrukturen die Entgeltgleichheit im Unternehmen.Die innerbetrieblichen Entgeltsstrukturen transparent zu machen, bietet die Chance, Entgeltunterschiede zu erkennen und zu hinterfragen. Dabei müssen nicht alle Gehälter veröffentlicht werden. Es gibt viele verschiedene Wege, Entgeltstrukturen transparent zu gestalten. Darüber möchten wir Sie in diesem Unternehmensprogramm informieren. In einem zweiten Schritt kann, wenn erforderlich, daran gearbeitet werden, Entgeltungleichheiten zu verringern und somit einen wichtigen Beitrag zur Entgeltgleichheit zu leisten.

Das Gebot des gleichen Entgelts (Entgeltgleichheitsgebot) ist ein wesentlicher Bestandteil der grundrechtlich geschützten Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Allerdings bestehen immer noch Entgeltunterschiede und Entgeltungleichheiten zwischen Männern und Frauen. Dies liegt unter anderem daran, dass das Entgeltgleichheitsgebot in der Praxis kaum bekannt ist und Entgeltdiskriminierung nur schwer zu erkennen ist.

Es bestehen zum Teil erhebliche Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männern (sog. Gender Pay Gap). Je nach Berechnungsgrundlage bezieht sich die Entgeltlücke auf die gesamte Gesellschaft, also über alle Beschäftigten hinweg. Aber es gibt auch andere Berechnungen, die nur den Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland aufzeigen oder den Unterschied zwischen tarifgebundenen und tarifungebundenen Beschäftigungsverhältnissen. Aber auch innerhalb von Unternehmen und Betrieben bestehen Entgeltungleichheiten. Häufig sind diese nicht bekannt und auch nicht bewusst. Genau hier setzt die Entgelttransparenz als ein erster und zentraler Schritt zur Förderung von Entgeltgleichheit an.