AKTUELLES

Digitalisierung geschlechtergerecht gestalten

Das Gutachten für den Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung wurde am 26. Januar 2021 veröffentlicht. Darin geht es um die Herausforderungen, Ziele, Chancen und Empfehlungen für eine gleichberechtigte Teilhabe an gesellschaftlichen und wirtschaftlichen digitalen Transformationsprozessen.
27.01.2021

Während der Erste und Zweite Gleichstellungsbericht der Bundesregierung die gesamte Bandbreite gleichstellungspolitischer Themen abgebildet haben, fokussiert der Dritte Gleichstellungsbericht auf die Digitalisierung. Erstmals weist das nun veröffentlichte Gutachten der Sachverständigenkommission, welches der Bundesfamilienministerin am 26. Januar 2021 übergeben wurde, also ein eindeutiges Schwerpunktthema auf. Das Gutachten gibt Antworten auf die zentrale Leitfrage: „Welche Weichen-stellungen sind erforderlich, um die Entwicklungen in der digitalen Wirtschaft so zu gestalten, dass Frauen und Männer gleiche Verwirklichungschancen haben?“

Die Digitalisierung als ein fast alle Lebensbereiche umfassender grundlegender Transformationsprozess bedeutet für die Teilhabechancen von Männern und Frauen neue Herausforderungen und Chancen. Auch beim geschlechtergerechten Zugang, der Nutzung und Gestaltung digitaler Transformationsprozesse zeigen sich Ungleichheiten und Ungleichgewichte bezüglich des sozialen Geschlechts – in der Tendenz werden ‚analoge‘ Verhältnisse ins Digitale übertragen. Dies gilt auch für das Erwerbsleben, die berufliche Teilhabe und die Frage der Entgeltgleichheit. Zwar ist der Gender Pay Gap in der Digitalbranche insgesamt geringer als im Durchschnitt, er liegt bei den Informatikberufen bei durchschnittlich 7 Prozent. Dennoch zeigt sich auch hier, dass der Gender Pay Gap größer wird, je kleiner der Betrieb ist. 

  • Mehr Informationen zum Gleichstellungsbericht, den Herausforderungen und Handlungsempfehlungen der Sachverständigenkommission erhalten Sie auf der Webseite des Gleichstellungsberichts.